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24.04.09

Eine ruhige Nacht in Kappeln. Wenig los hier. Wir verlassen nden Ankerhafen gegen 11:00 Uhr und segeln bei Stärke 3-4 in Richtung Kiel. Ab der Kieler Bucht müssen wir nach Osten abdrehen, weshalb wir nun den Wind auf der Nase haben. Also Segel runter und der Rest unter Motor.  So lansam kommt am Abend Heiligenhafen in Sicht. Bei einem Traumhaften Sonnenuntergang wird in der Marina wieder festgemacht. Ein Ostseetörn geht zu Ende. Morgen wird noch das Schiff gereinigt, aber davon wird es nicht zu erzählen geben. 

 

Vielleicht hat dieser kleine Reisebericht Lust darauf gemacht selbst auch mal Bilder eines Törns zu sammeln und auf die SKMW-Seite zu packen.

 

23.04.09

Wir liegen im Hafen der Insel Lyø und als erstes kommt der Hafenmeister zum kassieren vorbei. Bis jetzt der preiswerteste Liegeplatz mit 120,00 Kronen. Die insel ist in einem halben Tag zu Fuß umrundet. Aber alles strahlt eine unheimliche Ruhe und Gelassenheit aus. Keine Hektik, keine Eile, einfach nur Slowmotion. Die Vögel zwitschern, die Kühe auf der Weide schmatzen und plötzlich donnert ein Bauer auf seiner Harley vorbei. Irgendwie suche ich nach der versteckten Kamera...

Beim örtlichen Krämer, der sehr gut deutsch spricht, gönnen wir uns ein Bierchen auf der Bank vor seinem Laden. Der Angler, den wir vorher im Hafen gesehjen haben, kommt vorbei und zeigt uns seinen Fang. Der Krämer setzt sich dazu und steckt sich eine Pfeife an. Seine Miezekatze hat  inzwischen mein Netbook anektiert und liegt genüsslich auf der Neoprenhülle und döst in den Tag.

Seltsam ist, dass es zwar Kindergarten und eine Schule gibt, aber man sieht nirgendwo Kinder oder Jugendliche, alles alte Männer. Wir sehen fast keine Frauen auf der Insel. Manche der Häuser stehen zum Verkauf. Die ganze Insel scheint ein Austragshäusel zu sein...

Unser Weg geht nun Richtung Schlei. Da aber kein Wind uns helfen möchte, muss der Diesel angeworfen werden. Die Ostsee liegt da wie Öl, glatt und träge.

Gegen 16:30 sichten wir in ca. 2-3 nm Entfernung ein Schiff der Küstenwache. Zunächst dreht es ab, aber nur um verdeckt ein Schlauchboot zu wassern. D


22.04.09

Irgend jemand hat nicht aufgegessen oder leergetrunken.
Der Tag beginnt mit Nieselregen und grauem Himmel. Schade, alle Tage auf dem Wasser waren bisher bei eitel Sonnenschein und blauem Himmel. Wir bunkern in Middelfart Downtown noch etwas Bier und Lebensmittel für morgen abend (heute abend gibts Chili con Carne, morgen asiatische Wokpfanne mit Huhn, Gemüsestreifen, Reis und Erdnusssoße).

Kein Hafenmeister traut sich heute aus dem Haus um Segler abzukassieren, auch recht. Die Toilette nebenan im Stadthafen ist für eine öffentliche recht sauber und wird von uns gerne in Anspruch genommen. Die Duschen sind aber verschlossen. Also... warten auf den nächsten Hafen...

Wir motoren den Kanal hinunter. Es ist gerade so neblig und verhangen, dass wir das Radar nutzen müssen um Bojen und Fischerboote auszumachen. Um uns herum gehen Schweinswale immer wieder Luft schnappen, ein herrliches Bild... Manchmal zwei bis drei, aber selt en sind es mehrere.

Ein kurzes Wort zur Kommunikationsausrüstung. Abgesehen von Wolfgangs Laptop teste ich mal die Tauglichkeit eines Netbooks. Es handelt sich um ein Acer Aspire One mit 8,9" Bildschirm, 1GB Arbeitsspeicher und 160GB Festplatte, WLAN (249,00 €) und einem Vodafone UMTS-Stick mit stundenweiser Abrechnung bzw. Tagesflat (der Stick 49,00 €, 4,95/Tagesflat in D.). Installiert ist "Windows XP" bzw. "Mint Linux" auf einem USB-Stick. Desweiteren ist eine Nikon D70 als Knipse an Bord. Sehr empfohlen sei eine aktive WLAN-Antenne (ca. 50,00 €), wie sie Wolfgang dabei hat. Sie bringt Netzwerke zu Tage, unglaublich, da kommt kein eingebautes WLAN mit.

Irgendwie hat jemand die Farbe aus dem Film gedreht. Alles um uns herum ist irgendwie grau und fahl, nicht wie die letzten Tage. Aber wir machen das Beste draus und genießen den Augenblick mit Schweinswalen um uns herum, unsre stillen Begleiter.



21.04.09

Der Start in den Morgen war kurz und schmerzlos. Die Marina kasiert zwar 21,00 Euronen für das Liegen, aber die Toiletten und die Dusche sind geschlossen, erst wieder zur Hauptsaison geöffnet. Gut, stinken wir eben bis Juli vor uns hin...

Alles klarieren und verstauen, gleich gehts los...
Außerhalb der Betonnung setzen wir Groß und Genua in Richtung Nord um etwas von der Landabdeckung los zu kommen. Bei unserem nördlichsten Wegepunkt schläft der Wind komplett ein, fast wie bei der Bocksbeutelregatta. Wir fahren weiter unter Motor Richtung Mittelfart, vorbei an Fredericia, und unter den hohen Brücken von Mittelfart hindurch. In diesem Kanal begegnen wir etlichen Schweinswalschulen. Manchmal zwei, manchmal fünf oder sechs.

Nach einem Anleger im oberen Yachthafen am Stadtgebäude, ziehen wir aber um in den alten Stadt-Hafen, etwas rustikal, aber ganz OK. Kleiner Einkauf im Dorf, was komplett leergefegt aussieht. Es ist schon etwas seltsam, wenn man Euroland gewöhnt ist. EC-Karten werden auch nur akzeptiert wenn sie einen Chip haben. Als ich mit meiner Hypo-Vereinsdingsbums zahlen wollte, lief das ganze Personal zusammen um sich die Karte anzuschauen, guckt mal... ohne Chip..., peinlich. Preislich kann man die wichtigsten Grundnahrungsmittel (Bier, Aquavit) mal zwei nehmen. An Bord gibts Riesenfleischküchle und Kartoffelsalat.

Wolfgang hat noch die Energie und knetet uns Brotteig. So gibt es morgen frisch gebackenes Brot zum Frühstück.
 

alle sind recht müde und verdrücken sich in die Kojen...



bis morgen...


20.04.09

Von Lundeborg aus starten wir mit nördlichem Kurs in Richtung Nordspitze der Insel Fyn. Leider bleibt heute der Wind vollkommen aus und wir laufen unter Maschine. Durch die Windstille ist es auch nicht so kalt wie an den anderen Tagen. Gegen 14:30 passieren wir die Große Beltbrücke. Ein bemerkenswertes Bauwerk. Die beiden Hauptpfeiler sind 165m hoch, Wir queren das Bauwerk allerdings auf der westlichen Seite mit noch genügend 2m über dem Mast.

Um 15:10 sehen wir zum ersten mal Schweinswale, sie begleiten uns eine ganze Weile in ausreichend Abstand zu unserem Boot.

Nachdem wir die Nordspitze umrundet haben, steuern wir Korshaven an. Es ist unser Liegeplatz für diese Nacht.

19.04.09

19.04.09

Der Morgen in Bagenkop beginnt erstmal sehr still, es ist Sonntag. Kaum ein Segler oder Eingebohrener  ist im Hafen unterwegs. Die Sonne gibt ihr Bestes und ermuntert uns für den nächsten Schlag in Richtung Norden. Wir wollen ja eigentlich rund Fyn. Einen Hafenmaster gibts am Sonntag um diese Uhrzeit nicht, aber einen Zahlautomaten. Die Gebüht beinhaltet wohl auch die dünne, aber trotzdem gut funktionierende Wlan-Anbindung. Mittels derer kann  ich ganz bequem eine Skype-Videokonferenz aufbauen, mit ihr klönen, ihr den Hafen zeigen, und ihr unsere weitere Route mitteilen. Ganz Praktisch so eine technische Spielerei.

Wir nahmen Kurs Richtung Nord (grob), um durch die Betonnung bei Rudkøbing die Brücke zu unterqueren. Unser kurs war meist hart am Wind, alles von Vorne, na prima....

Unser Zielhäfchen ist Lundeborg auf der Insel Fyn. Hallo Fynnegan, mein Süßer Dearhound...

Schon verrückt welche schmalen Wege frei gehalten werden, teilweise wirklich nur 20m Fahrrinne...

In Lundeborg bekommen wir die Möglichkeit zu zwei "Anlegern". Da das Landkabel nicht für den Bugfestmacher langt, gehts nochmal rückwärts durch die Dalben.

Unser Stegnachbar hat im nicht allzu tiefen Hafenbecken seinen Auto- und Hausschlüsselbund versenkt, wir helfen mit einem wasserdichten Peilstrahler aus, aber die Suc he wird auf Morgen verschoben. Wir essen Bolognese (schon zuhause gekocht und sterilisiert) mit Spaghetti und zwei, drei Gläsern Chianti.

bis die tage und buona notte...

 

euer Peter

18.04.09

Der Morgen beginnt mit ausgiebig Kaffee und Rührei mit Schinken.
Was wir aber als erstes bemerkten war, Ruhe. Der Wind ist komplett zusammengefallen. Glattes Wasser in der Marina.

Bis bald...

 

da sind wir wieder...

 

Nachdem wir uns unter warmes Wasser gestellt hatten, die Beisserchen geschrubbt wurden, wurde das Boot Klarschiff gemacht.
Wolfgang kam um 14:38 in Oldenburg am Bahnhof an und wurde von uns in die Marina kutschiert. Bei den Vorbereitungen stellte sich heraus, dass etwas navigationstechnik ausfiel, leider auch das Backup-System in Form des Hand-GPS. Also alles zu Fuß mit Bleistift und Dreieck auf der Papier-Karte.

Kurz nach der Hafenausfahrt lag eine Jolle Kiel oben in der Fahrrinne. Zunächst dachten wir, dass dies ein verlassenes Boot sein könnte weil machne Boote einfach daran vorbei fuhren. Aber, als wir die Jolle ansteuerten, lagen da zwei Polen (??) im Wasser und bemühten sich die Kiste wieder aufzurichten. Als wir in Reichweite waren warfen wir den Wurfsack, der zunächst auch angenommen wurde. Allerdings wollten die Jungs, dass wir ihr Boot aufrichten und nicht sie aus dem Wasser holen. (plem-plem). Die Blauen Jungs trafen auch bald ein und zogen die beiden Buben an Bord und ließen das geliebte Jöllchen treiben.

Wir fuhrer weiter in Richtung Langeland. Wir passierten auch unsere angepeilte Tonne K04 punktgenau.

Gegen 21:50 liefen wir in den Hafen von Bagenkop ein. Uns erschließt sich ein wunderbar beleuchter und schnuckeliger alter Hafen mit vielen freien Liegeboxen.

Nach unserem Anleger gab es ein vorbereitetes "Boef en daube", dazu einen Chianti Classico.

Buona notte...

17.04.09

Am frühen Morgen, mitten in der4 Nacht also (8:30), wurde die Crew von Kaffeeduft geweckt.
Wolfgang war schon voll im gange. Er bringt seine Familie richtung Würzburg und ist am Samstag Nachmittag wieder an Bord.

Für uns steht heute ein Besuch von Fehmarn an. Wir wollen mal eine Backfisch-Testreihe starten um eventuell fruchtbare Erkenntnisse für das Margaretenfest zu sammeln.

In Lemkenhafen findet der erste Test statt. Brötchen zu labbrig, Backfisch aber mit Bierteig sehr lecker, Remoulade zu flüssig. Wir schauen mal in Puttgarden vorbei, aber es stellt sich heraus, dass der Name Puttgarden hauptsächlich durch den Fährhafen bekannt ist. Das Dorf selber besteht zu 80% aus Ferienwohnungen. Am Strand von Puttgarden sich ein paar verrückte Kitesurfer unterwegs und uns läuft es kalt den Rücken runter als wir die Mädels und Buben im kalten Wasser sehen.

Also auf nach Burg auf Fehmarn, dem größten Ort auf der Insel.
Der Backfisch des Lokals "Kombüse", fällt auf der ganzen Strecke durch. Das Brötchen ist zwar keine AQufbackware, aber der Fisch ist simpel ein paniertes Seelachsfilet und ist entsprechend fettig. Das ganze fällt einem in der Hand richtiggehend auseinander, Note 5.

Die Testreihe wird fortgesetzt...

Auf der Rückfahrt wir noch Bier und Mineralwasser gebunkert und abends in Heiligenhafen ein Lokal gesucht.

Ein Aquavit beschließt den Abend und wir fallen alle in die Kojen.

to be contiued...

16.04.09

Nach ruhiger und zügiger Fahrt (Tempomat sei Dank), kamen wir kurz vor 12:00 in Heiligenhafen an.
Wolfgangs Boot war schnell gefunden und das erste Bierchen wurde gezischt (Begrüßungstrunk).

Da das neue Boot einen neuen Namen erhalten soll, muss zunächst der alte Name dem Meer zurück gegeben werden.
Zu diesem Zweck fuhren wir aus dem Hafen in freies Gewässer und übergaben einen Stein, auf dem der alte Namen geschrieben stand dem Meer. Um Neptun zu besänftigen brachten wir einige Schluck des besten Rums als Opfer dar (Wir opferten uns auch). Nach dem rückwärtigen überfahren der Stelle an der der Stein gefallen war, ging es zurück in der Hafen, an einere ruhigere Liegestelle. (Anleger). Der Wind war stärker geworden und wird es noch weiter tun. Die Taufe steht bevor. Das Boot wurde geschmückt und die Taufzeremonie wurde vom Liegenachbar gerne besucht. Das neue Familienmitglied hört nun auf den Namen Terra. Das ganze wurde natürlich mit Sekt gefeiert.

Nachdem nun schon einiges Flüssige durch die Kehle rann, musste auch etwas festes hinterher, Essen gehen in Heiligenhafen...

to be contiued...

24.04.09

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